Compose betreiben: Installation, Wartung und Sicherung
Der Referenzbetrieb von lavalake läuft auf einer Maschine mit Docker Compose. Diese Seite beschreibt Installation und Updates per Ansible sowie die Betriebsfunktionen bis v0.36.0.
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Installation und Updates per Ansible
Das Playbook unter deploy/ansible bereitet eine Debian/Ubuntu-VM mit SSH-Zugang vor: Docker installieren, einen festgelegten Release holen, fehlende Geheimnisse erzeugen, Images einzeln bauen und den Compose-Stapel starten. Es wartet auf einen gesunden Agenten und eine vorhandene Sicherung. Tragen Sie Zielhost und SSH-Nutzer in Ihr Inventar ein und setzen Sie lavalake_version auf den gewünschten Release-Tag.
cd deploy/ansible
cp inventar.beispiel.ini inventar.ini
# Zielhost, SSH-Nutzer und lavalake_version in inventar.ini festlegen
ansible-playbook -i inventar.ini install.ymlFür ein Update ändern Sie den Release-Tag und führen dasselbe Playbook aus. Vorhandene Schlüssel bleiben erhalten; Datenbank-Migrationen laufen beim Start. Images werden nacheinander gebaut, um die Speicherspitze auf kleinen Maschinen zu begrenzen.
Abnahme der Installation
Das Playbook wurde gegen die Referenzstruktur geschrieben und YAML-validiert. Ein vollständiger Erstlauf auf einer frischen VM steht noch aus. Öffentlicher Hostname und TLS werden durch dieses Playbook nicht eingerichtet; sie sind ein gesonderter Betriebsschritt.
Regeltermine und Iceberg-Wartung
Unter Regeltermine stehen Berichte, Schwellwert-Alerts und Wartung zur Verfügung. Sie wählen den Zeitplan, sehen die Laufhistorie und können einen Termin manuell ausführen. Hintergrundläufe verwenden die gespeicherte Offline-Berechtigung ihres Eigentümers und dessen Rechte.
Die Art „Wartung“ verdichtet kleine Dateien, verwirft alte Snapshots und entfernt verwaiste Dateien. Die Aufbewahrung ist von 7 bis 365 Tagen wählbar, Vorgabe 7 Tage. Ohne eingerichteten Wartungstermin läuft keine automatische Bereinigung. Ein Fehler bei einer Tabelle wird im Ergebnis festgehalten; die übrigen Tabellen werden weiter bearbeitet.
Aufbewahrung bestimmt Time Travel
Gelöschte Snapshots stehen für Zeitreise-Abfragen nicht mehr zur Verfügung. Wählen Sie die Aufbewahrung passend zu den Stichtagen, die Sie später noch abfragen müssen. Ein Wartungstermin ist keine Datensicherung.
Was die tägliche Sicherung enthält
Der eigene Backup-Dienst sichert beim Start und danach täglich. Standardmäßig werden Sicherungen 14 Tage aufbewahrt; die letzte Sicherung wird nie durch die Aufbewahrungsbereinigung entfernt. Unter Betrieb → Überwachung sehen Sie Alter und Größe der letzten Sicherung sowie eine Warnung, wenn sie fehlt oder überfällig ist.
| Bestandteil | In der Sicherung |
|---|---|
| Plattform-Datenbank | Ja: unter anderem Chats, Richtlinien, Regeltermine, Registrierungen und Verbrauch. |
| Keycloak und Nessie | Ja: Nutzer und Rollen sowie die Katalog- und Verweis-Historie. |
| Konfiguration (.env) | Ja, einschließlich des Schlüssels für verschlüsselte Zugangsdaten. |
| Iceberg-/Parquet-Dateien in MinIO | Nein, separat sichern. |
| WORM-Audit-Archiv in MinIO | Nein, separat sichern. |
Eine Sicherung auf derselben Maschine reicht nicht
Das Backup-Volume liegt zunächst auf derselben Maschine. Kopieren Sie es regelmäßig auf ein anderes System und schützen Sie die enthaltenen Schlüssel wie Zugangsdaten. Ohne den ursprünglichen Verschlüsselungsschlüssel lassen sich gespeicherte Zugangsdaten nicht wiederherstellen.
Wiederherstellung vorbereiten
Das Verfahren steht im Produkt-Repository unter docs/betrieb/WIEDERHERSTELLUNG.md. Für eine Wiederherstellung müssen Datenbank-Sicherung, Konfiguration und MinIO-Daten zusammenpassen. Die Datenbank-Sicherung allein stellt die Nutzdaten des Sees nicht wieder her. Eine automatische MinIO-Site-Replikation ist noch nicht Teil des gelieferten Betriebsumfangs. Proben Sie den Ablauf auf einer getrennten Testinstallation.
Leistungsklassen für Abfragen
Im Compose-Stapel ordnen Rollen Abfragen einer Trino-Ressourcengruppe zu. Die Grenzen gelten gemeinsam für die Abfragen einer Klasse, nicht als eigenes Kontingent je Nutzer. Die Speicherwerte sind weiche Grenzen für die Zulassung weiterer Abfragen, keine reservierten Speicheranteile.
| Klasse / Rolle | Gleichzeitige Abfragen | Weiche Speichergrenze |
|---|---|---|
| S / leistung-s | 1 | 10 % |
| M / leistung-m | 2 | 25 % |
| L / leistung-l | 4 | 50 % |
| Ohne Zuordnung | 2 | 25 % |
| Plattform-Administration | 10 | 80 % |
Weisen Sie die gewünschte Rolle unter Verwaltung → Nutzer & Rollen zu. Bei mehreren Leistungsrollen greift L vor M vor S; Plattform-Administratoren verwenden die eigene Klasse. Die Auswahl wirkt über die Rollen-Gruppendatei. Zusätzliche Maschinen, Auto-Suspend und automatisch wachsende Cluster werden dadurch nicht eingerichtet.
Verbrauch und Grenzen
Die Überwachung zeigt Rechenzeit und gelesene Daten je Nutzer und Zweck, dazu Tageskontingente. KI-Verbrauch, Modellpreise und Token-Tagesbudgets stehen im Abschnitt „KI-Kosten“. Eine detaillierte Anleitung zu Anbietern, Preis-Synchronisierung und Budgetgrenzen finden Sie unter KI-Anbindung einrichten.
Geltungsbereich
Sicherungsdienst und Leistungsklassen sind hier für Compose beschrieben. Der Helm-Weg braucht eine gesonderte Integration, insbesondere für die Durchsetzung erzeugter Richtlinien. Hochverfügbarkeit, vollständige Wiederherstellung nach einem Maschinenausfall und vollständig abgeschotteter Betrieb bleiben Ausbaupunkte.
Stand: Diese Seite beschreibt lavalake 0.36.0. Produkt und Dokumentation liegen in getrennten Repositories – im Zweifel gilt, was die Konsole zeigt.
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