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MCP-Server eingebautWie das funktioniert

Compose betreiben: Installation, Wartung und Sicherung

Der Referenzbetrieb von lavalake läuft auf einer Maschine mit Docker Compose. Diese Seite beschreibt Installation und Updates per Ansible sowie die Betriebsfunktionen bis v0.48.0.

Auf dieser Seite

Installation und Updates per Ansible

Das Playbook unter deploy/ansible bereitet eine Debian/Ubuntu-VM mit SSH-Zugang vor: Docker installieren, einen festgelegten Release holen, fehlende Geheimnisse erzeugen, Images einzeln bauen und den Compose-Stapel starten. Es wartet auf einen gesunden Agenten und eine vorhandene Sicherung. Tragen Sie Zielhost und SSH-Nutzer in Ihr Inventar ein und setzen Sie lavalake_version auf den gewünschten Release-Tag.

Aus dem Produkt-Repository
cd deploy/ansible
cp inventar.beispiel.ini inventar.ini
# Zielhost, SSH-Nutzer und lavalake_version in inventar.ini festlegen
ansible-playbook -i inventar.ini install.yml

Für ein Update ändern Sie den Release-Tag und führen dasselbe Playbook aus. Vorhandene Schlüssel bleiben erhalten; Datenbank-Migrationen laufen beim Start. Images werden nacheinander gebaut, um die Speicherspitze auf kleinen Maschinen zu begrenzen.

Abnahme der Installation

Das Playbook wurde gegen die Referenzstruktur geschrieben und YAML-validiert. Ein vollständiger Erstlauf auf einer frischen VM steht noch aus. Öffentlicher Hostname und TLS richtet das Playbook nicht ein — dafür gibt es seit v0.40.0 einen eigenen, dokumentierten Schritt (siehe unten).

Regeltermine und Iceberg-Wartung

Unter Regeltermine stehen Berichte, Schwellwert-Alerts und Wartung zur Verfügung. Sie wählen den Zeitplan, sehen die Laufhistorie und können einen Termin manuell ausführen. Hintergrundläufe verwenden die gespeicherte Offline-Berechtigung ihres Eigentümers und dessen Rechte.

Die Art „Wartung“ verdichtet kleine Dateien, verwirft alte Snapshots, entfernt verwaiste Dateien und erneuert zuletzt die Tabellenstatistiken (ANALYZE) — ohne sie plant Trinos kostenbasierter Optimizer Join-Reihenfolge und Verteilstrategie im Blindflug. Die Aufbewahrung ist von 7 bis 365 Tagen wählbar, Vorgabe 7 Tage. Ohne eingerichteten Wartungstermin läuft keine automatische Bereinigung. Ein Fehler bei einer Tabelle wird im Ergebnis festgehalten; die übrigen Tabellen werden weiter bearbeitet.

Aufbewahrung bestimmt Time Travel

Gelöschte Snapshots stehen für Zeitreise-Abfragen nicht mehr zur Verfügung. Wählen Sie die Aufbewahrung passend zu den Stichtagen, die Sie später noch abfragen müssen. Ein Wartungstermin ist keine Datensicherung.

Was die tägliche Sicherung enthält

Der eigene Backup-Dienst sichert beim Start und danach täglich. Standardmäßig werden Sicherungen 14 Tage aufbewahrt; die letzte Sicherung wird nie durch die Aufbewahrungsbereinigung entfernt. Unter Betrieb → Überwachung sehen Sie Alter und Größe der letzten Sicherung sowie eine Warnung, wenn sie fehlt oder überfällig ist.

BestandteilIn der Sicherung
Plattform-DatenbankJa: unter anderem Chats, Richtlinien, Regeltermine, Registrierungen und Verbrauch.
Keycloak und NessieJa: Nutzer und Rollen sowie die Katalog- und Verweis-Historie.
Konfiguration (.env)Ja, einschließlich des Schlüssels für verschlüsselte Zugangsdaten.
Iceberg-/Parquet-Dateien im ObjektspeicherNein, separat sichern.
WORM-Audit-Archiv im ObjektspeicherNein, separat sichern.

Eine Sicherung auf derselben Maschine reicht nicht

Das Backup-Volume liegt zunächst auf derselben Maschine. Kopieren Sie es regelmäßig auf ein anderes System und schützen Sie die enthaltenen Schlüssel wie Zugangsdaten. Ohne den ursprünglichen Verschlüsselungsschlüssel lassen sich gespeicherte Zugangsdaten nicht wiederherstellen.

Wiederherstellung vorbereiten

Das Verfahren steht im Produkt-Repository unter docs/betrieb/WIEDERHERSTELLUNG.md. Für eine Wiederherstellung müssen Datenbank-Sicherung, Konfiguration und die Daten des Objektspeichers zusammenpassen. Die Datenbank-Sicherung allein stellt die Nutzdaten des Sees nicht wieder her. Eine automatische Site-Replikation des Objektspeichers ist noch nicht Teil des gelieferten Betriebsumfangs. Proben Sie den Ablauf auf einer getrennten Testinstallation.

Leistungsklassen für Abfragen

Im Compose-Stapel ordnen Rollen Abfragen einer Trino-Ressourcengruppe zu. Die Grenzen gelten gemeinsam für die Abfragen einer Klasse, nicht als eigenes Kontingent je Nutzer. Die Speicherwerte sind weiche Grenzen für die Zulassung weiterer Abfragen, keine reservierten Speicheranteile.

Klasse / RolleGleichzeitige AbfragenWeiche Speichergrenze
S / leistung-s110 %
M / leistung-m225 %
L / leistung-l450 %
Ohne Zuordnung225 %
Plattform-Administration1080 %

Weisen Sie die gewünschte Rolle unter Verwaltung → Nutzer & Rollen zu. Bei mehreren Leistungsrollen greift L vor M vor S; Plattform-Administratoren verwenden die eigene Klasse. Die Auswahl wirkt über die Rollen-Gruppendatei. Zusätzliche Maschinen, Auto-Suspend und automatisch wachsende Cluster werden dadurch nicht eingerichtet.

Verbrauch und Grenzen

Die Überwachung zeigt Rechenzeit und gelesene Daten je Nutzer und Zweck, dazu Tageskontingente. KI-Verbrauch, Modellpreise und Token-Tagesbudgets stehen im Abschnitt „KI-Kosten“. Eine detaillierte Anleitung zu Anbietern, Preis-Synchronisierung und Budgetgrenzen finden Sie unter KI-Anbindung einrichten.

Öffentlicher Zugang über HTTPS

Seit v0.40.0 stellt eine einzige Variable (PUBLIC_BASE_URL) die gesamte Installation auf einen öffentlichen Hostnamen um: Token-Aussteller, die Prüfung durch Agent und Abfrage-Engine, die in der Konsole eingebackene Anmelde-Adresse und die erlaubten Anmelde-Rückleitungen laufen dann im Gleichschritt. Dazu gehört ein TLS-Overlay für das Gateway mit HSTS und Frame-Schutz; der lokale Zugang über 127.0.0.1 bleibt daneben bestehen, damit SSH-Tunnel und Betriebsskripte weiterlaufen. Anleitung im Produkt-Repository unter docs/betrieb/OEFFENTLICHER-ZUGANG.md.

Mit weiteren Rechenknoten skalieren

Die Abfrage-Engine lässt sich seit v0.42.0 um Worker erweitern — lokal zum Ausprobieren über ein Compose-Profil, produktiv auf zusätzlichen Maschinen über eine eigene Compose-Datei. Jeder Worker bringt eigene Kerne und eigenen Speicher mit und meldet sich binnen Sekunden am Koordinator an; die Leistungsklassen gelten unverändert weiter. Details unter docs/betrieb/WORKER.md. Seit v0.195.0 zeigt die Konsole die verbundenen Rechenknoten unter Administration → Betrieb → Systemzustand und meldet einen fehlenden Knoten nach fünf Minuten. Was ein Worker auf einer zweiten Maschine bringt, ist unter Dimensionierung gemessen.

Was die Konsole für den Betrieb zeigt

Betrieb → Analytik bündelt Abfragen samt Fehlern, verarbeitete Daten, Rechenzeit, KI-Kosten in Euro sowie Sicherungs- und Lizenzstand, umschaltbar für 7, 14 oder 30 Tage. Betrieb → Auslastung zeigt den Zustand für Menschen: Gesamtstatus und vier Ampeln (laufende Abfragen, Warteschlange, Fehlerquote, p90-Antwortzeit der letzten 15 Minuten), kalibriert an einem Überlasttest. Das Analytik-Board weist zusätzlich Tabellen ohne physische Anordnung aus und wendet die Empfehlung auf Wunsch für alle Tabellen nacheinander an.

Geltungsbereich

Sicherungsdienst und Leistungsklassen sind hier für Compose beschrieben. Wiederherstellung und Offline-Betrieb haben eigene dokumentierte Abläufe. Helm bietet separate Profile für Datenrechte, TLS und Hochverfügbarkeit; die Cluster- und Ausfallabnahme des HA-Profils steht aus.

Stand: Diese Seite beschreibt lavalake 0.48.0. Produkt und Dokumentation liegen in getrennten Repositories – im Zweifel gilt, was die Konsole zeigt.

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