SQL-Abfragen
Unter Daten → Abfragen liegt ein SQL-Arbeitsblatt über Trino. Jede Anweisung läuft unter Ihrer Kennung – was Sie hier sehen, ist genau das, was Trino Ihnen zeigt.
Auf dieser Seite
Lesen läuft, Schreiben fragt nach
Jede Anweisung wird vor der Ausführung eingestuft, fail-closed. Lesendes läuft sofort, Schreibendes nach einer Bestätigung.
Objekte finden
Adressiert wird dreiteilig: Katalog, Schema, Tabelle. Der Katalog einer frischen Installation heißt iceberg; daneben stehen die Trino-eigenen Kataloge system, jmx und memory sowie die Beispieldaten tpch und tpcds.
SHOW CATALOGS;
SHOW SCHEMAS FROM iceberg;
SHOW TABLES FROM iceberg.produkte;
DESCRIBE iceberg.produkte.produkte;Abfragen
Ab hier ist es gewöhnliches SQL. Das folgende Beispiel arbeitet auf der Tabelle aus dem Datenbrowser – Artikelnummer, Bezeichnung, Kategorie, Nettopreis, Mehrwertsteuersatz und Lagerbestand.
SELECT
kategorie,
count(*) AS artikel,
round(avg(preis_netto_eur * (1 + mwst_prozent / 100.0)), 2) AS brutto_schnitt,
sum(lagerbestand) AS bestand
FROM iceberg.produkte.produkte
WHERE lagerbestand > 0
GROUP BY kategorie
ORDER BY brutto_schnitt DESC;Überall dieselben Grenzen
Eine durch Richtlinie verborgene Zeile fehlt hier genauso wie in Suche und BI-Auszug – die Bedingung hängt Trino an, nicht die Oberfläche.
In der Zeit zurückgehen
Iceberg schreibt keine Zeilen um, sondern legt neue Schnappschüsse an. Nessie hält sie fest. Damit lässt sich jede Tabelle so abfragen, wie sie zu einem früheren Zeitpunkt aussah – ohne Sicherung, ohne Kopie.
-- Welche Stände gibt es?
SELECT snapshot_id, committed_at, operation
FROM iceberg.produkte."produkte$snapshots"
ORDER BY committed_at DESC;
-- Stand von gestern früh
SELECT count(*) AS zeilen
FROM iceberg.produkte.produkte
FOR TIMESTAMP AS OF TIMESTAMP '2026-09-03 08:00:00 Europe/Berlin';
-- Oder ein bestimmter Schnappschuss
SELECT *
FROM iceberg.produkte.produkte
FOR VERSION AS OF 8623201004411246578
LIMIT 20;Neben $snapshots gibt es weitere Metadaten-Tabellen desselben Musters: $history zeigt die Abfolge der Stände, $files die Datendateien hinter dem aktuellen Stand, $partitions die Verteilung. Die Anführungszeichen gehören dazu – ohne sie liest Trino das Dollarzeichen nicht als Teil des Namens.
Eine Sicht anlegen
Sichten sind der vorgesehene Weg, eine Auswertung wiederverwendbar zu machen – und der einzige Weg, sie in den BI-Feed zu bekommen: der nimmt kein SQL vom Aufrufer an, sondern nur den Namen eines Objekts. Was Tableau rechnen soll, wird deshalb vorher hier als Sicht hinterlegt.
CREATE VIEW iceberg.produkte.v_bestandswert AS
SELECT
artikelnummer,
bezeichnung,
kategorie,
lagerbestand,
preis_netto_eur,
lagerbestand * preis_netto_eur AS bestandswert_netto
FROM iceberg.produkte.produkte;CREATE VIEW ist eine schreibende Anweisung
Sie braucht eine Bestätigung und die Rechte in Trino. Die Sicht erbt keine eigenen Rechte – wer sie abfragt, sieht sie unter seiner Kennung.
Wofür es eigene Wege gibt
- Kennzahlen und Semantische Sichten: gepflegt unter KI & Semantik → Kennzahlen und über ihren Namen abgefragt.
- Massenhaftes Laden: dafür gibt es die fünf Ingestion-Wege, mit Assistent statt INSERT von Hand.
- Der Katalog selbst: den bringt die Installation mit, er wird nicht in SQL angelegt.
Stand: Diese Seite beschreibt lavalake 0.16.0. Produkt und Dokumentation liegen in getrennten Repositories – im Zweifel gilt, was die Konsole zeigt.
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